Sarajevo, October 6, 2026
In the election in Bosnia and Herzegovina, nationalist parties have defended their dominance, while voter turnout fell to a record low of 41.5 percent.
The election result in Bosnia and Herzegovina confirms a trend that has persisted for years: nationalist-oriented parties remain the defining political force in the country. The SNSD under its long-standing leader Dodik performed particularly well in Republika Srpska, where it was once again able to mobilize its core voter base. In the Federation of Bosnia and Herzegovina as well, parties of the national camp held their ground, while moderate and pro-European forces once again received less support than hoped.
Verlässliche Verbatim quote (de): Mit nur 41.5 Prozent erreichte die Wahlbeteiligung einen Rekord-Tiefststand. Diese Zahl steht im Zentrum der politischen Debatte nach dem Urnengang. Im Wahlbezirk Laktasi im Norden des Landes brachte es der 40-jährige Akkordeonlehrer Drazen Gvozdenovic auf den Punkt: Er wünsche sich "Verbesserungen, insbesondere bei den Gehältern und der Beschäftigung, so dass die Leute in Frieden leben können, anstelle sich ständig darüber Gedanken machen müssen, wie sie über die Runden kommen." Das Durchschnittseinkommen in Bosnien und Herzegowina ist seit 2022 zwar von umgerechnet 570 auf 822 Euro gestiegen, Gewerkschaftsangaben zufolge haben sich aber die Lebenshaltungskosten seither um mehr als 50 Prozent erhöht.
